Die richtige Arbeitsplatte

Unser Ratschlag: Hier sollten Sie auf das Material setzen, das zu Ihren Bedürfnissen passt. Welches darüber hinaus praktisch ist, aber auch optisch genau Ihren Geschmack trifft.

Auf Küchenarbeitsplatten wird Gemüse geschnippelt, werden heiße Töpfe und Pfannen abgestellt. Vom anfallenden Schmutz gar nicht zu reden. Solche Platten müssen vor allem bei täglicher Benutzung sehr viel aushalten können. Sie müssen kratz- und schnittfest, hitzebeständig, leicht zu pflegen und wasserfest sein.

Bei der Planung einer neuen Küche stellt man sich früher oder später die Frage, aus welchem Material die Küchenarbeitsplatte bestehen soll.

  • Warmes Massivholz oder beständige Schichtstoffplatte?
  • Edler Naturstein oder pflegeleichter Kunststein?

Die Materialvielfalt ist groß. Jedes Material besticht durch unterschiedliche Eigenschaften.

Die Küchenarbeitsplatte aus Holz

Wer es rustikal mag und gerne die Natur in seine Küche bringen möchte, dazu noch ein gemütliches und warmes Ambiente bevorzugt, sollte sich für eine moderne Küchenarbeitsplatte aus Holz entscheiden.

Dabei wird zwischen zwei Varianten unterschieden.

  • Die eine ist die Massivholzplatte, die komplett aus Vollholz besteht.
  • Die andere wird als Echtholzplatte bezeichnet. Diese besteht aus einem Trägermaterial, welches mit einem dünnen Furnier verpresst wird.

Holzarbeitsplatten sind natürlich, ökologisch unbedenklich, strahlen Gemütlichkeit aus und sind echte Unikate. Sie sollten jedoch regelmäßig gepflegt werden, damit sie lange wasserabweisend und hygienisch bleiben. Bei geölten Platten kann man beschädigte Oberflächen leicht abschleifen. Arbeitsplatten aus Holz sind jedoch nicht unempfindlich. Scharfe Messer können Schnitte auf der Oberfläche hinterlassen, heiße Töpfe unschöne dunkle Flecken.

Zudem muss darauf geachtet werden, dass Feuchtigkeit, besonders rund um Spüle und Kochfeld, die Platte „arbeiten“ lässt und Verfärbungen verursacht. Je nach Wahl der Holzart, für die man sich entscheidet, liegt diese Arbeitsplatte im mittleren bis oberen Preissegment.

Die Küchenarbeitsplatte aus Schichtstoff oder Laminat

Mit Arbeitsplatten aus Schichtstoff oder Laminat können Sie täuschend echt wirkende Holznachbildungen sowie Beton-, Granit- oder Steindekore erzielen. Dies sogar in ein- oder mehrfarbigen Varianten. Bei dieser Version wird auf eine Pressspanschicht eine Dekorschicht aufgeleimt. Dabei gilt, je dicker die beschichtete Oberfläche, desto höher und strapazierfähiger wird die Qualität. Schichtstoff- oder Laminatoberflächen sind besonders pflegeleicht. Sie sind geruchsneutral, wasserdicht (angeschlossenen Flächen), abriebfest und resistent gegen Schläge. Die Oberfläche ist auch bis zu einer gewissen Temperatur (ca. 140°) hitzebeständig, wobei eine längere Nutzung Verschleißerscheinungen sichtbar machen wird. Diese äußern sich auch dadurch, dass die Hitzebeständigkeit geringer wird. Daher ist es ratsam, ein Schneidebrett zu verwenden und heiße Töpfe auf Untersetzer abzustellen.

Der Pflegeaufwand von Schichtstoffplatten ist sehr gering. Warmes Wasser und Spülmittel reichen im Normalfall aus. Bei hartnäckigen Verschmutzungen zeigen Glasreiniger oder Spiritus die gewünschte Wirkung. Jedoch können besonders bei nachträglich geschnittenen Kanten, Spülen- und Kochstellenausschnitten und den Arbeitsplatten-Verbindern (an Eckarbeitsplatten) Feuchtigkeitsschäden auftreten. Besonders stehende Wasserlachen sind zu vermeiden.

Mit dieser Materialvariante können Sie eine kostengünstige und robuste Oberfläche in Ihre Küchengestaltung mit einbringen.

Die Küchenarbeitsplatte aus Naturstein

Sie ist sehr langlebig und hitzebeständig. Sie ist stilvoll, zeitlos, aber auch kühl. Ein Naturstein ist in unterschiedlichen Farben, Schattierungen und Strukturen erhältlich. Er ist entweder poliert oder matt. Um die Arbeitsplatte zu schützen, sollten Sie die Oberfläche mit speziellen Ölen regelmäßig imprägnieren. So wird verhindert, dass unschöne Flecken entstehen. Sehr beliebt als Arbeitsplatte verwendete Natursteine sind Granit und Marmor.

Am häufigsten wird als Natursteinplatte zum robusten Granit gegriffen. Das Gestein weist eine hohe Dichte auf und kann somit vielen Belastungen in der Küche standhalten. Heiße Töpfe und Pfannen, Wasser und scharfe Messer können Granit meist nichts anhaben. Granit ist besonders hygienisch. Die Oberfläche ist so dicht versiegelt, dass sich keine Keime einnisten können. Granitarbeitsflächen wirken edel. Sie sind mit ihrer individuellen Strukturierung in helleren und dunkleren Ausführungen erhältlich. Sie erhalten damit ein echtes Unikat.

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Ein weiterer beliebter Naturstein ist Marmor. Küchenarbeitsplatten aus edlem Marmor sind besonders elegant. Doch Marmor ist etwas weicher als Granit und somit anfälliger für Kratzer. Auch wenn Wasser zu lange auf der Oberfläche steht, entstehen schnell unschöne Wasserflecken. Hartnäckige Wasserflecken können Sie mit einem weichen Wolltuch und etwas Olivenöl wieder beseitigen. Bei regelmäßigem Imprägnieren mit speziellen Ölen werden die Poren des Marmors versiegelt. Somit wird verhindert, dass solche Flecken überhaupt entstehen. Marmor ist ein Kalkstein und damit anfällig gegen Fruchtsäure und Essigsäure. Sie sollten keine Zitronen auf der Arbeitsplatte schneiden. Auch ist eine Entfernung von Kalkablagerung mühevoll, da keine normalen Kalklöser verwendet werden dürfen.

Das dichte Gestein hält hohen Temperaturen bis ca. 300° optimal stand. Diese klassischen Schönheiten aus Naturstein liegen im mittleren bis oberen Preissegment.

Die Kunststeinarbeitsplatte aus Quarzkompositionen

Bestehend aus 93 Prozent gemahlenem Naturstein Quarz hat diese Arbeitsplatte optisch die Vorzüge von Naturstein. Durch den hohen Quarzanteil gehört diese Variante zu den härtesten verfügbaren Oberflächen für Küchen. Quarzkomposit ist weitestgehend kratzbeständig und wasserabweisend, sollte jedoch gegen Hitze geschützt werden. Ein Topflappen unter dem heißen Gefäß reicht aus, um Verfärbungen und Thermoschock zu vermeiden.

Je nachdem, wie die Arbeitsplatte später aussehen soll, können verschiedene Farbpigmente oder Glassplitter beigemischt werden. Diese erzeugen einen glitzernden Effekt und damit eine ganz besondere individuelle Optik. Auch können einfarbige, homogene Oberflächen hergestellt werden. Oft werden Kunststein Arbeitsplatten verwendet wenn man die Vorteile des Natursteins möchte, aber beim gewünschten Dekor nicht fündig wird.

Flecken können mit Wasser und herkömmlichen Haushaltsreinigern entfernt werden.

Bei diesen Arbeitsplatten liegen wir ähnlich wie bei Granit im oberen Preissegment.

Die Küchenarbeitsplatte aus Glas

Ebenfalls robust und unempfindlich sind Arbeitsplatten aus Glas. Auch erfolgt die Reinigung einer Glasplatte leicht und problemlos. Glas lässt bekanntlich keine Feuchtigkeit eindringen. Deshalb ist dieses Material hygienisch und bietet, ähnlich wie bei Kunststein, Keimen kaum Angriffsfläche.

Arbeitsplatten aus Glas verleihen Ihrer Küche einen modernen und extravaganten Touch und behalten ihre Form und Farbe ewig bei.

Qualität hat aber auch hier ihren Preis. Bei einer Arbeitsplatte aus Glas liegen wir im oberen Preissegment.

Die Küchenarbeitsplatte aus Edelstahl

Arbeitsflächen aus Edelstahl sind ein bevorzugtes Material in der Gastronomie. Der Grund liegt in seinen tollen Eigenschaften. Edelstahl ist nahezu unzerstörbar. Doch auch in der heimischen Küche ist Edelstahl mittlerweile gang und gäbe. Man hat die Vorzüge des Materials entdeckt und genießt dies jetzt auch zuhause. Die Arbeitsplatten sind besonders langlebig. Sie sind zeitlos, hitzebeständig, und widerstandsfähig nahezu allen Außeneinflüssen gegenüber.

Da das Material alle Flüssigkeiten und Fette an der Oberfläche hält, ist die Arbeitsplatte aus Edelstahl äußerst hygienisch für die Essenszubereitung. Ein Grund, dass solche Arbeitsflächen für Familien mit kleinen Kindern sehr gut geeignet sind. Alles lässt sich von der Oberfläche schnell abwischen.

Wie bei jedem Material gibt es natürlich auch Nachteile. Edelstahl ist anfällig für Kratzer. Darüber hinaus kann man nach einer gewissen Zeit mit Beulen auf der Arbeitsplatte rechnen. Auch sichtbare Fingerabdrücke sind nicht zu vermeiden. Das bedeutet für Sie, dass nach jeder Benutzung das Putzen an der Tagesordnung steht.

Eine Arbeitsplatte aus Edelstahl für die eigene Küche ist nicht für jeden Geschmack. Wenn Sie großen Wert auf ein elegantes Aussehen, Dauerhaftigkeit und hygienische Vorteile setzen, dann ist die Arbeitsplatte aus Edelstahl gerade für Sie geeignet.

Preislich liegt die Edelstahlplatte im oberen Segment.

Die Küchenarbeitsplatte aus Beton

Arbeitsflächen aus Beton gewinnen zunehmend an Beliebtheit. Das Material sieht nicht nur modern und stilvoll in Kombination mit schlicht gehaltenen Möbeln aus, es ist auch außerordentlich praktisch. Heiße Töpfe, scharfe Messer und vieles anderes stellen für die Betonarbeitsplatten kein Problem dar.

Der in unterschiedlichen Farben und Nuancen von Grau erhältliche Beton sollte aber unbedingt versiegelt werden. Denn trotz seiner sehr harten und robusten Struktur ist er offenporig. Ein regelmäßiges Imprägnieren bewahrt das Material vor Fruchtsäureflecken und schützt es zudem gegen das Eindringen von Wasser.

Zur täglichen Reinigung genügt wasserlösliches Reinigungsmittel und ein feuchtes Tuch. Auf säurehaltige Mittel sollten Sie hier verzichten.

Doch egal, wie intensiv Sie die Fläche pflegen, die Beschaffenheit der Oberfläche des Materials wird sich im Laufe der Zeit ändern. Beton entwickelt eine schöne Patina und damit ein einzigartiges Aussehen. Dieses macht Ihre Küche zu einem echten Unikat.

Zur Herstellung von Betonarbeitsplatten dient der sogenannte Leichtbeton. Hierbei handelt es sich um eine spezielle Betonmischung, die ein geringeres Plattengewicht ermöglicht.

Trotzdem sollten Sie sich Gedanken über das Gewicht der Platte machen. Klären Sie daher unbedingt im Vorfeld die Tragfähigkeit Ihres Küchenfußbodens und die Stabilität des Unterbaus ab.

Da meist auf Maß gefertigt wird und es abhängig von Firmenbau, Gussform und Finish ist, liegen wir bei den Arbeitsplatten aus Beton oberen Preissegment.

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